Dienstag, 4. September 2007

...Boston wir kommen...





Alle Hoffnungen, dass uns ein komfortablerer Bus nach Boston bringt, wird in dem Moment zu nichte gemacht, als der erste Bus um die Ecke biegt.... Was solls, lieber schlecht gefahren, als den ganzen Weg zu laufen (bei 95 Meilen, wäre man da auch noch ein bisschen unterwegs...)! Nach 2 Stunden mehr oder weniger holpriger Fahrt sind wir dann doch noch alle unversehrt in der großen Stadt angekommen (die im Übrigen kleiner als Frankfurt sein soll, kann ich mir zwar nur schwer vorstellen, aber na gut...) und wurden von der Leine gelassen. In einem lustigen fünfer-Grüppchen sind wir dann den Freedom Trail entlang geschlendert, der an allen Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbeiführt. Lustigerweise auch an Sehenswürdigkeiten, die schon seit zehn Jahren abgebrannt sind...(das Boston Teaship steht aber trotzdem immer noch in allen Reiseführern).






Unteranderem sind wir auch am Quincy-Market vorbeigekommen (das ist eine Riesen Halle, in der es nur Essensstände gibt → da kriegt man alles was das Herz begehrt: von Pizza bis Lobster), vor dem eine Gruppe Breakdancer ihr Können gezeigt haben. Die waren mal richtig gut! Nicht so Bewegungslegastheniker wie ich... ;-)





Gegessen haben wir dort allerdings nichts, sondern sind zu so einem mexikanischen Schnellrestaurant mit Gratisdarbietung, wie es sich wohl in der Eiszeit angefühlt haben muß. Da drinnen war es nämlich so was von sau kalt, dass es schon nicht mehr feierlich war. Aber wir haben ja dazu gelernt und haben uns extra Pullis mitgenommen! Irgendwie war das Essen aber eher was für nen hohlen Zahn, weshalb wir uns doch sehr über Volkers Doppelkekse gefreut haben...

Wie man die richtig isst, muß ich Sarah dann bei Gelegenheit noch mal zeigen... *ggg* (zu ihrer Verteidigung ist aber zu sagen, dass es drußen schon echt warm war und die Schokolade da eindeutig den kürzeren gezogen hatte) Vom Essen aus sind wir Richtung Prudential Tower getigert mit einem kleinen Zwischenstopp bei der Trinitychurch (bei der der Brunnen davor irgendwie eine magische Anziehung hatte... *ggg*).


Aber der Stadt muß man eines lassen, sie ist verdammt grün. Überall findet man kleine Parks bzw. öffentliche Grünflächen, die auch viele Besucher anlocken.

Aber zurück zu unserer Tour. Eigentlich wollten wir ja auf das Hancock Building, aber da ist die Aussichtsplatform seit dem 11. September geschlossen. Witzig nur, dass man ohne Probleme auf den Tower raufkommt, der keine 2 Blocks weiter steht und genauso hoch ist... Also gings ab in den 50. Stock im Expressaufzug (die Druckunterschiede auf den Ohren waren schon beachtlich auf dem kurzen Weg) und ab zum Skywalk. Wobei Sarah und ich gewartet haben und uns das Spektakel aus der Perspektive vor dem Ticketschalter angeschaut haben... Die Preise waren doch schon hoch und Sarah hätte keinen Studitarif bekommen. Naja, die Fotos hab ich dankenswerterweise von Mareike bekommen *dankeloslass*.



Vom Tower aus gings dann wieder zurück einmal quer durch die Stadt zu Beacon Hill. Das ist das „Reichenviertel“ Bostons...mit echt netten kleinen Häuschen aus Backstein. Langsam haben sich dann auch meine Füße zu Wort gemeldet, schliesslich waren wir schon den ganzen Tag auf Achse und es war ja schon kurz vor sieben. Die allgemeine Stimmung war dann aber auch glücklicherweise gegen ein weiteres Sightseeing-Objekt (von denen es mit Sicherheit noch mehrere gegeben hätte) und so klang der Tag doch sehr gemütlich im Park aus, bevor es dann um acht mim Bus zurück in die Provinz ging. Die Fahrt war dann allerdings weniger entspannt... Unserer Fahrerin (die, die uns auch schon am Vortag kutschiert hat) sind nämlich alle Nase lang die Augen zugefallen. Das war irgendwie uncool und hat mir auch ein wenig Angst gemacht... Irgendwann ist dann ein Betreuer vorgegangen und hat die gute Frau entertained. Da gings dann, aber so richtig wohl hab ich mich trotzdem nicht gefühlt, was durch Schlangenlinien fahren auch nicht wirklich verbessert wurde. Hinzu kam noch erschwerend, dass Sarah dezente Rückenschmerzen vom Busfahren bekam und am Ende nur noch stehen oder liegen konnte... Um halb elf waren wir dann (endlich) wieder in Sicherheit und sind dann doch relativ geschafft ins Bett gefallen... Aber alles in allem hat sich der Trip auf jeden Fall gelohnt, schon wegen der schönen Kulisse, die einem die Stadt bietet.

Sonntag war nicht so wirklich viel los, außer dass heute großer Einzugstag der Freshmen war (dass sind die Studianfänger). Die dürfen irgendwie erst am Sonntag vor Anfang des Semesters in die Dorms einziehen, was zu einem regelrechten Verkehrschaos ausartet. Aber Ihr glaubt gar nicht, was so in ein Wohnheimszimmer alles rein passt.... Auf jeden Fall musste der Verkehr von der Campuspolizei geregelt werden, sonst hätte es noch Schlägereien um die besten Parkplätze gegeben.

Montag ist Feiertag und das heißt, dass hier nicht mal mehr Busse fahren. Nicht, dass sie das während des Rests der Woche irgendwie geregelt täten... Jedenfalls hieß das, dass wir heute noch mal Einkaufen gehen mussten. Und Sonntags haben hier ja die Läden auf. Man muß halt nur hinkommen... Ihr ahnt jetzt bestimmt, was als nächstes kommt: genau! Der Bus, der hätte kommen sollen, ist schlicht und ergreifend nicht aufgetaucht. Und das, obwohl ich den Plan endlich mal richtig gelesen hatte. Der hat wohl schon mal für Montag geübt... Zum Glück ist der Bus ne Stunde später pünktlich vom Hofe gerollt. Nach dem einkaufen hieß es dann: „Vollbepackt mit schönen Sachen, die das Leben schöner machen, hinein ins Weekendfeeling... mit***“ (na wer weiß es? - Ja genau, die Zott-Werbung! Ich weiß, ich bin ein Opfer der Werbung...) Abends war dann gemeinsames Kochen bei Mareike angesagt. Es gab Spätzle (selbstgemachte wohlgemerkt) mit Geschnetzeltem. Sehr lecker. Fand auch Michael, der weder Spätzle noch Geschnetzeltes kannte.


Naja soviel aus der Neuen Welt,
greetz
Kirsten

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

na frau stosch,

lange nix mehr gelesen, du musst doch nicht etwa studieren? :-)

viele grüße
gerd